
Wie man Leitungen von Infrarotheizern mit IPX4-Schutz ausreichend abdichtet Wenn man ein IPX4-Zertifikat anstrebt, bedeutet das im Grunde, dass der Heizer auch bei Spritzwasser aus allen Richtungen weiterhin funktionieren soll. Doch in einer echten Industrienumgebung geht es nicht nur um Wasser – auch Schmutz, leitfähiger Staub sowie Feuchtigkeit können in die Stellen eindringen, an denen die Leitungen mit dem Heizelement in Berührung kommen. Warum die meisten Heizer einfach versagen Das Problem ist folgendes: Die meisten fertig gekauften Heizer versagen an den Verbindungsstellen. Es handelt sich dabei um ein einfaches physikalisches Problem: Der Heizer schaltet ständig ein und aus – dadurch dehnen und ziehen sich die Leitungen ständig. Wenn man billige Dichtmaterialien verwendet, brechen diese irgendwann. Das ist unvermeidlich. Sobald die Dichtung zerbricht, dringt Feuchtigkeit ein. In Kombination mit hohen Temperaturen entsteht „thermische Alterung“ – das bedeutet im Grunde, dass die Isolierung verbrennt und zu Kohlenstoff wird. Wenn das passiert, hat man einen Kurzschluss. Ende der Geschichte. Der Unterschied zwischen „Standard“ und „richtiger Ausführung“ Viele Firmen tragen einfach etwas Silikon auf die Verbindungsstellen auf und halten das für ausreichend. Das Problem ist allerdings, dass Standard-Silikon bei hoher Temperatur zusammenzieht. Dadurch entstehen winzige Lücken – und in dieser Branche sind solche Lücken eine Quelle für Probleme. Wir arbeiten etwas anders: Wir verwenden mehrstufige Verfahren mit hochtemperaturbeständigen Keramikklebern sowie speziellen Heat-Shrink-Schläuchen. Diese bleiben an ihrem Platz, ohne sich mit der Zeit vom Kabel zu lösen. So wird die Verbindung zwischen dem Quarztank und den Leitungen luftdicht. Ohne dieses Vorgehen entstehen lästige elektrische Entladungen, die nach und nach die Drähte zerstören. Der Kompromiss, den man kennen muss Es gibt jedoch einen Nachteil: Wenn man solche hochwertigen Dichtmaterialien verwendet, werden die Leitungen steifer. Man kann sie nicht mehr so leicht in einen 90-Grad-Winkel biegen wie bei ungedichteten Leitungen. Wenn man bei der Installation zu große Biegungen erzwingt, kann die Dichtung beschädigt werden. Mein Rat: Lassen Sie den Leitungen etwas Spielraum – damit es keine mechanischen Belastungen gibt. Es handelt sich dabei um einen kleinen Detail, aber er macht den Unterschied zwischen einem Heizer, der frühzeitig wegen eines vermeidbaren Lecks versagt, und einem Heizer, der tatsächlich bis zum Verschleiß des Heizelements funktioniert.